Eine Spondylolisthese, auch Gleitwirbel oder Wirbelgleiten genannt, ist eine Instabilität der Wirbelsäule, bei der sich ein Wirbelkörper gegenüber dem anderen verschiebt. Diese Verschiebung tritt häufig im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule auf und ist oft auf Verschleißerscheinungen, übermäßige körperliche Belastung oder Voroperationen zurückzuführen.
Sie ist in den meisten Fällen ein Ausdruck der Instabilität eines oder mehrerer Segmente der Wirbelsäule. Je nach Grad des Gleitens kann es zu Spinalkanalverengungen mit Nervenwurzelkompression und damit verbundenen Schmerzen und Ausfallerscheinungen (Sensibilitätsstörung, Lähmungen, Blasenmastdarmstörungen) führen.
Die Symptome einer Spondylolisthesis entwickeln sich oft schleichend. Im Anfangsstadium können die Betroffenen beschwerdefrei sein, obwohl bereits Verschiebungen der Wirbelkörper vorliegen. Später können belastungsabhängige Rückenschmerzen auftreten, die bis in die Beine ausstrahlen können. Bei fortgeschrittenen Verschiebungen können neurologische Ausfälle wie Gefühlsstörungen, Lähmungen oder Störungen der Blasen- und Darmkontrolle auftreten.
Eine Spondylolisthese kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden.
Grundsätzlich gilt: Ein Wirbel kann sich verschieben, wenn die ihn umgebenden Bänder, Muskeln und Gelenke nicht genügend Halt bieten.
Unser oberstes Ziel ist es, die Lebensqualität der Patienten langfristig zu verbessern und ihre Schmerzen nachhaltig zu lindern.
Am Anfang steht eine umfassende Anamnese und Untersuchung in unserer neurochirurgischen Wirbelsäulenpraxis an, um eine präzise Diagnose zu stellen und die Notwendigkeit einer Operation abzuklären. Sollte eine Operation notwendig sein, wird diese von Dr. Farhadi im St. Josef Krankenhaus in Viernheim durchgeführt.
Die Behandlung wird individuell auf Ihre Bedürfnisse angepasst. Dabei kommen verschiedene Therapieansätze zum Einsatz, um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Eine zentrale Rolle spielt die Schmerztherapie, bei der Schmerzmittel sowie entzündungshemmende und muskelentspannende Medikamente eingesetzt werden.
Ergänzend wird Physiotherapie angeboten, die insbesondere durch Krankengymnastik zur Stabilisierung des Rumpfes beiträgt. Hierbei liegt der Fokus auf der Kräftigung der Rücken- und Bauchmuskulatur sowie der Schulung im Umgang mit Schmerzen.
Weitere Therapiemöglichkeiten sind Infiltrationstherapie und je nach Ansprechbarkeit ggf. eine Thermokoagulation als länger anhaltender Schmerzlinderungsversuch.
Bei eventuellem Versagen von konservativen Therapiemethoden und bestehendem Leidensdruck des Patienten kann als ultima ratio eine Operation (Spondylodese, Stabilisierung) erforderlich werden.
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